Bürgerinitiative  

"Für Schutzwald und kleines Felsenmeer"

BI FSkF

(gestartet als Aktionsgruppe)


Braucht die Bergstraße intakte Natur oder abgebauten Granit zum Leben?
Beschäftigt mit dieser zentralen Frage stehen wir gegen den enthemmten Eingriff der Wirtschaft durch die Firma Granitwerke Röhrig in die Natur ein und engagieren uns für ein auch künftig intaktes und nicht zerstörtes Areal von 6,2ha im
UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald 

Pressestatement, 12.04.2019

Regionalversammlung beschließt Abweichungsverfahren zur Erweiterung des Steinbruchs in Sonderbach - BI sieht dies erst als Beginn des Diskurses zwischen Bürgen und Unternehmer Röhrig

In der Regionalversammlung im Frankfurter Römer vom 12.04.2019 wurde das Abweichungsverfahren vom Regionalplan zur Erweiterung des Steibruchs Gehrenberg der Röhrig Granit GmbH und die damit verbundene Beseitigung des kleinen Felsenmeeres sowie die Rodung von 6,2ha Schutzwald durch die Stimmen der Fraktionen von CDU, SPD und FDP beschlossen. Aufgrund der ungewöhnlich kontrovers geführten Debatte, in der die Argumente der Bürgerinitiative eine große Bedeutung hatten, sieht sich die Bürgerinitiative in ihrer kritischen Haltung zu dem Vorhaben bestätigt. Insbesondere Die Grünen haben nochmals hervorgehoben , dass die Aspekte des Wald- und Landschaftschutzes in der Interessenabwägung höher gewichtet werden sollten. Auch das Interesse der Einwohner der Juhöhe auf klare Schutzgrenzen wurde allgemein anerkannt. „Wir sehen den Verlauf der Debatte als eine Bestätigung, uns weiter kritisch und aktiv in das Erweiterungsverfahren einzubringen”, sagt Benjamin Höfle als Sprecher der BI-FSkF.

 

Die Bürgerinitiative Für Schutzwald und Kleines Felsenmeer wird dazu weiter den Dialog mit allen Beteiligten suchen.

 


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Presseansprechpartner (V.i.S.d.P.):
Benjamin Höfle
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Pressemitteilung, 17.03.2019


Mit der Erweiterung des Steinbruchs Röhrig droht eine teilweise Zerstörung eines der wertvollsten Buchenwälder Hessens.

Waldspaziergang der Bürgerinitiative "Für Schutzwald und kleines Felsenmeer" mit dem Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Kreis Bergstraße Wolfram Grüneklee im geplanten Rodungsgebiet des Schutzwaldes im UNESCO Geo Naturpark Bergstraße-Odenwald.


„Dieser Buchenwald ist schon etwas ganz besonderes, fast einzigartig in Hessen“ erklärte Wolfram Grüneklee von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) auf einem Waldspaziergang auf der Juhöhe den rund 20 Teilnehmern aus der Bürgerinitiative "Für Schutzwald und kleines Felsenmeer", die sich bei dem ausgewiesenen Fachmann über die Bedeutung des Waldes im geplanten Rodungsgebiet informieren wollen. Der Wald im 

geplanten Rodungsgebiet ist ein Waldmeister-Buchenwald, der nach den NATURA 2000 Richtlinien zu einem der wichtigsten Waldlebensraumtypen in Hessen zählt. Aufgrund der idealen Bedingungen, wie einer nährstoffreichen Lößschicht, guten Temperatur-

und Niederschlagsbedingungen auf rund 400 m Höhe ist er besonders hochwertig

ausgeprägt. Mit Buchen-Baumhöhen von über 40 m gibt es hier einen Wald, wie man ihn in Hessen kaum woanders findet. Anders als in der Ebene, wo aufgrund des Klimawandels der Wald leidet, herrschen hier noch vergleichbar gute Bedingungen für den Wald vor", so Grüneklee. Dieser Wald dient damit allen, nicht nur als Natur- und Erholungsraum, sondern auch in seiner klimatischen Kühlfunktion für die Stadt Heppenheim und die Rheinebene. Mit der hier praktizierten nachhaltigen Forstwirtschaft ist dieser Wald besonders schützenswert. „Die Gründe, die für den Wald auf der Juhöhe zu der Schutzwalderklärung im Jahr 1995 durch das Regierungspräsidium Darmstadt geführt haben, gelten unvermindert weiter“, betonte er weiter. Deshalb hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) auch gegen die beantragte Aufhebung der Schutzwalderklärung von 1995 für die Steinbrucherweiterung bereits 2017 Stellung bezogen (s. Anlage). Grüneklee sieht in der beantragten Aufhebung einen gefährlichen Präzedenzfall angesichts des überall an der Bergstraße herrschenden Flächendrucks. „Wenn ein so wertvoller Buchenwald in dieser ökologisch wichtigen Lage gerodet werden darf, wird es noch schwieriger werden, an den vielen anderen Stellen, Wald- und Naturflächen zu erhalten“, gab er zu bedenken. Die Bürgerinitiative "Für Schutzwald und kleines Felsenmeer" unterstützt diese Einschätzung und möchte in den nächsten Wochen dafür werben, dass auch andere Naturschutzverbände und das Regierungspräsidium, das über den Abweichungsantrag zu entscheiden hat, sich intensiv mit der besonderen Qualität des ausgewiesenen Schutzwaldes im geplanten Rodungsgebiet befassen. Die Firma Röhrig hat die Erlaubnis beantragt, für die Erweiterung des Granitsteinbruchs 62.000 Quadratmeter dieses 

für Klima und nachhaltige Forstwirtschaft so bedeutsame Waldgebiet zu roden. Anlage: Wortlaut der Stellungnahme des SDW zur beantragten Änderung des 

Schutzwaldstatus vom 06.09. 2017


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Pressemitteilung, 11.03.2019

„Das kleine Felsenmeer“ muss als Naturdenkmal erhalten werden – Kreistag soll Löschung als Naturdenkmal ablehnen.

Der von der Firma Röhrig geplanten Erweiterung des Granitsteinbruchs in Heppenheim-Sonderbach liegt das Naturdenkmal „Das kleines Felsenmeer, Hornblende-Granit-Blockmeer“ im Weg. Jetzt soll der Kreistag in seiner Sitzung am 18. März über die Löschung des Naturdenkmals entscheiden. Hinter dem „Tagesordnungspunk 1 (keine Aussprache )“ unter Ziff. 1.9 mit dem allgemeinen Titel „Naturdenkmalverordnung – Vorlage 18-1151“ verbirgt sich unter anderen Punkten die geplante Löschung des Naturdenkmals und der Vorschlag, ein anderes Felsenmeer in der Nähe als Ersatz auszuweisen. In der Begründung für die Löschung wird ausdrücklich auch auf die geplante Steinbrucherweiterung durch die Firma Röhrig verwiesen. Dieses Vorhaben greift jedoch in den Regionalplan Südhessen ein, der das Gebiet als Vorranggebiet für Forstwirtschaft ausweist. Außerdem hat das Gebiet den Status eines Schutzwaldes. Das Regierungspräsidium Darmstadt und die Regionalversammlung Südhessen, die diese Änderungen beschließen müssen, haben darüber noch gar nicht entschieden.
„Wir halten es für nicht akzeptabel, bei einem so kritischen Verfahren ohne Aussprache im Kreistag und im Vorgriff auf noch ausstehende Entscheidungen der Regionalversammlung ein Naturdenkmal, das bereits seit 1977 besteht, zu löschen“, erklärte der Pressesprecher der Bürgerinitiative FSkF „Für Schutzwald und kleines Felsenmeer“ Benjamin Höfle. „Wir begrüßen es ausdrücklich, zusätzlich das nahegelegene Felsenmeer als Naturdenkmal auszuweisen und so im UNESCO Geo Naturpark Bergstraße-Odenwald neben dem hier in der Region einzigartigen Buchenwald auch die Bedeutung der Felsenmeere hervorzuheben und zu bewahren“, erklärte er weiter.
Die Bürgerinitiative FSkF „ Für Schutzwald und kleines Felsenmeer“ fordert daher den Kreistag auf, die vorgeschlagene Löschung des Naturdenkmals in seiner Sitzung am 18. März abzulehnen und „Das kleine Felsenmeer“ vor der beantragten Beseitigung zu bewahren.

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Bitte beachten! Urheberrechtliche Abmahnung durch die Röhrig Granit GmbH erhalten, 07.03.2019


Aufgrund einer urheberrechtlichen Abmahnung der Fa. Röhrig Granit GmbH bitten wir die im Flugblatt/Plakat „RÖHRIG GRANIT STEINBRUCH – VORSICHT GEFAHR STOPPT DIE ZERSTÖRUNG“ enthaltenen vier Abbildungen (Fotos) nicht weiter zu nutzen, zu verbreiten oder anderweitig zugänglich zu machen. Sämtliche noch existierende Flyer, Plakate oder Kopien mit diesen Abbildungen sind zu vernichten oder zu löschen. 

Bei Weiterverwendung der urheberrechtlich geschützten Fotos in jeglicher Form droht dem Verantwortlichen der Bürgerinitiative FSkF im Sinne des Presserechts, Herrn Benjamin Höfle, eine empfindliche Vertragsstrafe! 

Wir bitten um Mithilfe und Unterstützung.

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Für den Erhalt des Schutzwaldes
Für den Erhalt des Naturdenkmal "kleines Felsenmeer" 
Für den Erhalt einer Waldfläche von 120 Bauplätzen (á 500qm)

Für den Erhalt des heutigen UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald
Für den Erhalt des heutigen Naherholungsgebietes für den Kreis Bergstraße


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Hessenschau Beitrag, 23.02.2019

Protest gegen Steinbruch-Erweiterung

Schauen Sie auf der Website des Hessischen Rundfunks

https://www.hessenschau.de/tv-sendung/hessenschau---ganze-sendung,video-85848.html

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Pressemitteilung, 17.02.2019


Bürgerinitiative „Für Schutzwald und kleines Felsenmeer“ BI-FSkF im UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße- Odenwald gegründet.
 
Bürgermeister Jens Helmstädter der Gemeinde Mörlenbach lädt für die kommende Woche zu einem ersten Gespräch ein und setzt damit ein erstes Signal, die Anliegen der Bürger aufzugreifen. „Als Ortsteil von Mörlenbach erwarten wir als Einwohner der Juhöhe Unterstützung von der Gemeinde Mörlenbach.“ Wir fordern wirksame und unabhängige Kontrollen der Immissionen von Lärm, Staub und Erschütterungen durch Sprengungen in allen betroffenen Gemeinden“, so die Bürgerinitiative.
 
FSkF fordert Zeit und Raum für einen breiten Dialog und transparenten Prozess zur geplanten Steinbrucherweiterung der Firma Röhrig Granit. Sie fordert von der Firma Röhrig die Zurückstellung ihres Abweichungsantrags in der Regionalversammlung, um erst mit allen Beteiligten einen neuen Konsens in der Region zu finden.

Mit über 130 Unterstützern hat sich am Samstag (16.02.2019) die Aktionsgruppe „Für Schutzwald und kleines Felsenmeer“ FSkF im Feuerwehrhaus Juhöhe als Bürgerinitiative formiert. Nach der einstimmig angenommen Satzung ist jeder in der Region, dem der Erhalt und Schutz des UNESCO Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald wichtig ist, eingeladen, mitzumachen.  Einstimmig wurden in der Gründungsversammlung auch erste Forderungen der Bürgerinitiative beschlossen, mit denen sie sich an die Firma Röhrig Granit, Politik und Verwaltung anlässlich des Antrags der Firma Röhrig, den Steinbruch Gehrenberg  in Heppenheim-Sonderbach zu erweitern, wendet. „Mit dem Erweiterungsantrag wird der im Regionalplan geschaffene Konsens von der Firma Röhrig aufgekündigt. Darüber darf nicht schnell entschieden werden, sondern wir brauchen jetzt alle in der Region Zeit und Raum, um über die Konsequenzen zu informieren und zu beraten.“
 
Mehrere Gemeinden sind direkt betroffen, darüber hinaus alle, die das Erholungsgebiet Juhöhe-Sonderbach nutzen, wo 6,2 ha Schutzwald mit wertvollem Buchenbestand gefällt werden, beliebte Wanderwege sowie Lebensraum für Tiere wegfallen sowie ein eingetragenes Naturdenkmal, das jahrtausendealte kleine Felsenmeer, beseitigt werden sollen.
 
Aus kommerziellen Gründen darf nicht
- der 1995 etablierte Schutzwaldstatus aufgehoben werden 
- eine Beseitigung über die Jahrtausende natürlich gewachsene Naturdenkmäler erfolgen
- der Regionalplan aufgekündigt werden
 
Die großen Sorgen der Einwohner wurden dadurch verstärkt, dass die Firma Röhrig in einer Bürgersammlung am letzten Montag deutlich machte, dass es nach der bereits jetzt geplanten großen Erweiterung mit der Ausdehnung des Steinbruchs weiter gehen solle.
 
In den nächsten Wochen sollen Vertreter aus Verbänden und Politik eingeladen werden, sich ein Bild vor Ort zu machen und mit der Bürgerinitiative über ihre Anliegen zu sprechen. Die Bürgerinitiative versteht sich dabei als Plattform für Dialog für alle Beteiligten in den betroffenen Gemeinden. „Alle Darstellungen im Antrag von Röhrig müssen hinterfragt werden, da aus unserer Sicht ein maximaler Eingriff in die Natur beantragt wird“, so die Bürgerinitiative. Sie fordert von der Firma Röhrig die Zurückstellung ihres Abweichungsantrags in der Regionalversammlung, um erst mit allen Beteiligten einen neuen Konsens in der Region zu finden. 

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Einladung Gründungsversammlung Bürgerinitiative, 16.02.2019

Einladung zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative
"Für Schutzwald und kleines Felsenmeer" Aktionsgruppe FSkF

Braucht die Bergstraße intakte Natur oder abgebauten Granit zum Leben? Beschäftigt mit dieser zentralen Frage stehen wir gegen den enthemmten Eingriff der Wirtschaft durch die Firma Granitwerke Röhrig in die Natur ein und engagieren uns für ein auch künftig intaktes und nicht zerstörtes Areal von 6,2ha im UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald
In der Bürgerinitiative verbinden sich
- Menschen, denen der UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, der Schutzwald und das Kleine Felsenmeer am Herzen liegen!
- Menschen, die nicht über Naturschutz sprechen, sondern diesen aktiv gestalten möchten!
- Bürger- und Bürgerinnen der vom Steinbruch Röhrig Granit betroffenen Gemeinden

Die Gründungsversammlung findet statt am
Samstag, den 16.02.2019 um 18.00 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Juhöhe.
Nach der Veranstaltung vom 11.02.2019 auf der Juhöhe glauben wir, dass wir eine Bürgerinitiative brauchen, um unsere Interessen kraftvoll und nachhaltig zu vertreten. In der Versammlung, für die wir etwa eine Stunde eingeplant haben, möchten wir einen Steuerkreis wählen und das weitere Vorgehen und weitere Aktionen besprechen. Wir hoffen auf eine rege Teilnahme.

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Pressemitteilung, 12.02.2019


Aktionsgruppe FSkF „Für Schutzwald & kleines Felsenmeer“ im UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald legt die wirtschaftliche Seite der Granitwerke Röhrig schonungslos offen!

Ängste der Bürger bestätigt
Grenzenlose Umweltzerstörung durch die Fa. Röhrig Granit geht weiter „Wir werden doch nach 25 Jahren nicht die Tür zu machen und den Schlüssel wegwerfen“, so Martin Buschmann der SST Prof. Dr.-Ing Stoll & Partner Ingenieurgesellschaft mbH, der als Gesprächsführer auftrat und als Berater für das Vorhaben von den Granitwerken Röhrig beschäftigt wird, die Frage, ob es mit den Erweiterungen des Steinbruchs so immer weiter gehen wird. Das Juhöher Feuerwehrhaus platzte aus allen Nähten, als auf Initiative der  Aktionsgruppe  „Für Schutzwald und das kleine Felsenmeer“ FSkF die Firma Röhrig sich erstmals der Diskussion mit mehr als 100 Bürgerinnen und Bürgern der Juhöhe stellte.

Eingeladen zu dem Treffen hatte die Gemeinde Mörlenbach.  Bürgermeister Helmstädter zeigte sich überrascht über die Betroffenheit der Bürger und die massiven Auswirkungen des Vorhabens.
“Wenn uns das alles bekannt gewesen wäre, hätten wir die Veranstaltung früher machen müssen. Jetzt müssen weitere Veranstaltungen folgen und ich werde dazu in den nächsten Tagen mit der Aktionsgruppe Kontakt aufnehmen.“ Auch bot Bürgermeister Helmstädter an, sich für das Thema einer zukünftig unabhängigen Erschütterungsmessung einzusetzen“ Deutlich sichtbar wurde, dass das Vertrauen in die Firma Röhrig, die 1992 zugesagt hatte, dass der Steinbruch nicht in Richtung Juhöhe erweitert werde, bei den Juhöhern weg ist. Enttäuscht sind sie, dass Marco Röhrig am Abend im Feuerwehrhaus neben der schon bekannten Präsentation vom November in Sonderbach nach aller Kritik nichts Neues im Gepäck hatte. Ganz im Gegenteil schockierte die Firma Röhrig die Teilnehmer mit Aussagen wie: „Wenn uns ein Naturdenkmal im Weg ist, dann muss es halt weg. Es gibt noch viele Felsenmeere im Odenwald.“ Die Firma Röhrig Granit bietet stattdessen an, das beseitigte Naturdenkmal „kleines Felsenmeer“ woanders wieder aufzubauen. „Wir sind hier doch nicht in Disneyland“, so die Vertreter der Aktionsgruppe, die hierüber nur den Kopf schütteln können. 

„Das ist nicht Naturschutz, wie wir ihn verstehen“.

Der  Landschaftszerstörung müssen endlich Grenzen gesetzt werden. „Mit der ungebremsten Steinbruchlogik von Marco Röhrig wird im Laufe der Zeit der ganze Höhenrücken weggesprengt. Wir machen uns große Sorgen um die Heimat unserer Kinder“, so ein junger Vater am Abend. „Wir werden abgebaut, wie der Hambacher Forst“, so ein empörter Zwischenruf. Die Teilnehmer setzen ihre Hoffnung nun auf Politik und Verwaltung. Die bestehenden Schutzvorschriften zum Schutzwald, zum Regionalplan und zu Naturdenkmälern wie dem kleinen Felsenmeer müssen dafür eingesetzt werden, dass der massiven Umweltzerstörung durch den Steinbruch verlässliche Grenzen gesetzt werden.
Große Verwunderung löste aus, als die Fa. Röhrig eingestehen musste, dass sie bereits vor über 20 Jahren weite Teile des Schutzwaldes von der Stadt Heppenheim gekauft hat und genau diese Firma nun die Aufhebung des Schutzwaldstatuses beantragt.
„Nehmen Sie den Fuß vom Gas. Ziehen Sie den Antrag zurück und geben Sie uns Zeit, um die Themen zu klären“, so der Appell von Mario Bloem an die Adresse von Marco Röhrig, eine Forderung, die spontanen Applaus bei den Juhöhern auslöste. “Der bislang bestehende Konsens im Regionalplan Südhesssen ist durch den Änderungsantrag der Fa. Röhrig angegriffen worden. Der Antrag ist zudem nicht schlüssig. Ein Zeitraum von 25 Jahren für zusätzliche Abbaurechte zu fordern, liegt jenseits jeder Verhältnismäßigkeit.“ Noch am Abend wurde die Gründung einer Bürgerinitiative beschlossen, um weitere Aktionen zu planen und um noch stärker auf die Landschaftszerstörung im Unesco Geo Naturpark aufmerksam zu machen. „Kaum jemand in der Region hat sich bislang diesen riesigen immer weiter wachsenden Krater mitten im Unesco Geo-Naturpark angeschaut und weiß, dass hier große Waldflächen und  Waldwege für immer verschwinden“ so die Mitglieder der Aktionsgruppe FSkF, die große Transparente auf der Juhöhe aufgehängt haben.
Vertreter der Politik der Region sollen nun eingeladen werden, sich selbst ein Bild vom Ausmaß der Zerstörung zu machen.

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Pressemitteilung, 02.02.2019

Aktionsgruppe FSkF „Für Schutzwald & kleines Felsenmeer“ im UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald formiert sich gegen die  Steinbrucherweiterung der Firma Röhrig

Juhöher wenden sich gegen die geplante Erweiterung des Granitsteinbruchs Gehrenberg in Heppenheim-Sonderbach und die unwiderrufliche Zerstörung  von 6,2 ha Berglandschaft der Kohlplatte und des Schutzwaldes sowie die Beseitigung des Naturdenkmals „Kleines Felsenmeer“ im Naherholungsgebiet und UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.
Ein volles Feuerwehrhaus, mehr als 60 motivierte, leidenschaftlich debattierende und vor allem bestürzte Bürgerinnen und Bürger verbindet eine große Einigkeit in der Ablehnung der geplanten Erweiterung des Steinbruchs. Dessen Auswirkungen bekommen der UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und die Bevölkerung seit Jahrzehnten zu spüren.  
Als Hauptziel wurde beschlossen: Die Verhinderung der Erweiterung des Steinbruchs in Richtung des Naherholungsgebietes Juhöhe. „Unsere Heimat auf Granit darf nicht weggesprengt werden“. Nach den Planungen soll der Steinbruch von bisher 500 m bis auf 380 m an das Dorf heranrücken mit allen Folgen wie Lärm, Erschütterungen, Staub sowie Zerstörung von Schutzwald Beseitigung des „Kleinen Felsenmeeres“ und beliebten Wanderwegen. „Schon jetzt haben viele Häuser Risse und es fallen bei Sprengungen regelmäßig Gegenstände aus den Regalen“, berichteten viele Einwohner. „Der riesige Krater ist ein Geschwür des UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald“. „Jetzt sollen weitere 6,2 ha intakter und alter Buchenwald geopfert werden!“ kritisieren die Einwohner, die sich auch daran erinnern, dass ihnen in der Vergangenheit mehrfach versprochen wurde, dass der Steinbruch sich nicht weiter Richtung Juhöhe ausdehnen werde. Auf dieses Versprechen verließen sich auch viele junge Familien, die in den letzten Jahren auf die Juhöhe zogen.
Zur Erreichung dieses Ziels wollen die Juhöher mit allen relevanten Akteuren des Verfahrens aus Politik und Wirtschaft in Austausch treten und sie von ihren Positionen überzeugen. „Die Diskussion um den Steinbruch muss nun transparent, offen und ohne Vorfestlegungen sachlich geführt werden“ fordern die Juhöher.  
Mehrere thematisch organisierte Arbeitsgruppen werden die Kontinuität der Arbeit sicherstellen. Allen Bürger*Innen, denen die Erhaltung des Schutzwaldes und  „Kleinen Felsenmeer“ im UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald am Herzen liegt, sind aufgerufen, sich der Bewegung anzuschließen und deren Arbeit zu unterstützen. 
Die Aktionsgruppe informiert ab sofort in der Presse und 
via www.BI-FSkF.de
 
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